Jannet Storm (61) arbeitet an drei Vormittagen pro Woche als Betreuerin in einer Gruppe von Kleinkindern mit körperlicher Behinderung. Seit über 30 Jahren hat sie Diabetes, und etwa die Hälfte dieser Zeit benutzte sie eine Insulinpumpe von Roche. Bis zum vergangenen November. „Ich mag zwar neue technische Spielereien, aber es war doch ein kleiner Schock, als ich hörte, dass Roche die Insulinpumpe vom Market nehmen wird.“
Glücklicherweise wurde Jannet bei ihrer Suche nach einer Alternative von ihrer Diabetesberaterin gut begleitet. Als diese verschiedene Insulinpumpen nebeneinanderlegte, entschied sich Jannet fast sofort für Kaleido. „Die Kaleido-Insulinpumpe ist sehr klein und kann am Bauch getragen werden.“ Letzteres ist ein großer Unterschied zu dem, was Jannet gewohnt war. Ihre Roche-Insulinpumpe befestigte sie am Hosenbund oder trug sie in der Hosentasche. „Es kam regelmäßig vor, dass meine Pumpe aus der Hosentasche fiel, direkt auf den Boden. Denn daran war ein ziemlich langer Schlauch befestigt. Auch die Kleinkinder in meiner Arbeit blieben mehr als einmal daran hängen, wodurch sie mein Infusionsset einfach herauszogen.“ Mit Kaleido gehört das der Vergangenheit an. Die Insulinpumpe sitzt fest auf ihrem Bauch, der Schlauch ist kurz und kaum sichtbar, und das Infusionsset ist noch nie versehentlich herausgezogen worden.
Die Kontrolle selbst behalten
Anders als viele andere Nutzer:innen einer Insulinpumpe arbeitet Jannet nicht mit einem Hybrid-Closed-Loop-System. Sie nutzt den Freestyle Libre als Sensor, berechnet ihre Insulindosis aber selbst. „Ich bin es so gewohnt, das selbst zu regeln. Bei einem automatisierten System habe ich das Gefühl, die Kontrolle aus der Hand zu geben, und das möchte ich eigentlich nicht.“
Gute Betreuung
Als Jannet ihre neue Pumpe gerade erhalten hatte, kam eine Mitarbeiterin von Kaleido für die technische Einweisung einen Vormittag zu ihr nach Hause, um alles mit ihr durchzugehen. „Und auch danach rief sie noch einmal an, um zu fragen, ob alles gut lief. Das war sehr schön!“
Bessere Werte
Jannet stellt fest, dass sich ihre Blutzuckerwerte deutlich verbessert haben, seit sie die Kaleido-Insulinpumpe hat. Das diszipliniertere Wechseln ihrer Kanüle trägt sicherlich dazu bei. „Ich könnte auch ein paar Kilo abnehmen, daher hilft es sicher auch, dass ich besser auf meine Ernährung achte. Und ich habe einfach das Gefühl, dass ich meine neue Pumpe genauer auf meinen Körper abstimmen kann als die vorherige. Ich bin besser eingestellt als in den letzten Jahren, das fühlt sich wirklich gut an.“
Man muss nicht mehr daran denken
Neben ihren verbesserten Werten ist Jannet vor allem auch begeistert davon, wie bequem sich die Insulinpumpe trägt. „Ich spüre sie fast gar nicht. Manchmal denke ich sogar: Ist sie überhaupt noch da?“