Amelie (33) lebt seit ihrem siebten Lebensjahr mit Typ-1-Diabetes. Viele Jahre nutzte sie die Accu-Chek von Roche, ein System, mit dem sie sich auskannte und das fest zu ihrem Alltag gehörte.
Als sie dann erfuhr, dass die Pumpe vom Markt genommen wird und sie wechseln muss, blieb sie überraschend gelassen. „Ich war gar nicht panisch“, erinnert sie sich. „Ich dachte eher: Okay, dann ist jetzt vielleicht einfach der richtige Zeitpunkt.“
Heute trägt sie die Kaleido, und sagt rückblickend, dass dieser erzwungene Wechsel ihr mehr gebracht hat als gedacht.
Ein Leben, das sich nicht anpassen soll
Amelie lebt in Berlin, arbeitet als Sozialarbeiterin an der Charité und ist viel in Bewegung. Sport, spontane Treffen und draußen sein gehören zu ihrem Alltag.
Ihr Diabetes ist dabei immer präsent, aber nicht bestimmend. „Ich mache eigentlich alles, was ich möchte“, sagt sie. Manchmal müsse sie kurz reagieren, etwa wenn ihre Glukosewerte nicht passen – „dann esse ich etwas, warte kurz – und dann geht’s weiter.“
Ihr Anspruch war immer klar: Ihr Leben soll sich nicht nach ihrem Diabetes richten.
Wechsel mit Erwartung: Es muss sich lohnen
Nachdem Roche den Vertrieb ihres bisherigen Systems eingestellt hat, musste sie sich neu orientieren. Schnell wusste sie, worauf es ihr ankommt: „Wenn ich schon wechsle, dann will ich auch wirklich einen Unterschied merken.
Vor allem die Größe und das Gefühl im Alltag waren entscheidend. Sie wollte ein System, das sich an ihr Leben anpasst – und nicht umgekehrt.
„Ich ziehe einfach an, was ich will“
Der Unterschied zeigt sich heute in den kleinen Dingen. Früher musste sie oft überlegen, wo die Pumpe hinpasst: Tasche, Gürtel, Kleidung.
Heute ist das kein Thema mehr. „Ich ziehe einfach an, was ich will“, beschreibt sie – ohne ihre Entscheidungen an die Pumpe anzupassen.
Auch beim Sport spürt sie die Veränderung deutlich. „Ich habe nichts mehr, das stört oder verrutscht.“ Bewegung fühlt sich freier an, spontaner, selbstverständlicher.
Weniger spüren – mehr leben
Am meisten überrascht hat sie, wie wenig sie die Pumpe überhaupt wahrnimmt.
„Ich vergesse manchmal wirklich, dass ich eine Pumpe trage“, sagt sie. Gerade am Anfang sei das ungewohnt gewesen – „ich dachte ständig, ich hätte sie irgendwo liegen lassen.“
Dieses fehlende „Dranhängen“ macht für sie den größten Unterschied. Was früher ständig präsent war, tritt heute in den Hintergrund.
Einfacher, wenn es darauf ankommt
Auch in praktischen Situationen wie Reisen merkt sie den Unterschied. Statt viele Einzelteile zu planen, ist alles klar strukturiert.
„Ich habe einfach die Packung (Kaleido Top-up Kit) eingepackt – und fertig“, beschreibt sie. Weniger Aufwand, weniger Unsicherheit – mehr Fokus auf das, was eigentlich zählt.
Mehr Ruhe – vor allem nachts
Natürlich gehört Diabetes weiterhin zu ihrem Leben. Aber insgesamt fühlt sich ihr Alltag ruhiger an.
„Früher habe ich mir Wecker gestellt, um meine Werte zu checken“, erzählt sie. Heute seien ihre Nächte stabiler, und sie starte meist mit guten Werten.
Das gibt ihr vor allem eines: weniger Druck im Kopf.
Mehr Freiheit, den eigenen Rhythmus zu leben
Rückblickend sieht Amelie den Wechsel nicht als Nachteil – sondern als Chance.
Ihr Alltag fühlt sich flexibler an, spontaner und weniger fremdbestimmt. Oder, wie sie es selbst beschreibt:
„Ich denke einfach weniger darüber nach, und das gibt mir Freiheit.“