Paulina erobert den Cotopaxi und den Chimborazo mit Kaleido an ihrer Seite

Von ruhigen Wanderwegen in den Alpen und legendären Routen in der Tatra bis hin zu den Vulkanlandschaften Ecuadors landet Paulina […]

Von ruhigen Wanderwegen in den Alpen und legendären Routen in der Tatra bis hin zu den Vulkanlandschaften Ecuadors landet Paulina immer wieder an Orten, von denen sie nie gedacht hätte, dass sie sie einmal besuchen würde. Seit ihrer Jugend lebt sie mit Typ-1-Diabetes und hat im Laufe der Zeit herausgefunden, worauf es bei der Vorbereitung auf große Klettertouren, lange Tage im Freien und mehrtägige Expeditionen fernab von zu Hause wirklich ankommt. Sie weiß, welche Snacks sie bei kurzen Pausen bei Kräften halten, wie sie ihre Diabetes-Ausrüstung so organisieren muss, dass sie alles auch mit Handschuhen erreichen kann, und vor allem, wie sie sich so gut vorbereiten muss, dass sie sich ganz auf die Berge vor ihr konzentrieren kann, und nicht auf den Stress, den „Was-wäre-wenn“-Fragen.
Wie man sich mit Typ-1-Diabetes auf mehrtägige Klettertouren vorbereitet

Paulina wuchs nicht in einer Bergsteigerfamilie auf, ohne Campingausflüge in ihrer Kindheit und ohne Kletterwochenenden. Alles begann mit einer spontanen Wanderung während Corona. Seitdem hat ihre Neugier sie in viele Länder geführt. Dort hat sie anspruchsvolle Wanderwege und technische Kletterrouten gemeistert; Herausforderungen, die sowohl Körper als auch Geist fordern.

Sie unternimmt weiterhin Tageswanderungen und Wochenendausflüge, während sie sich den besonderen Herausforderungen des Typ-1-Diabetes stellt.

Sie lebt seit mehr als einem Jahrzehnt mit Typ-1-Diabetes, daher sind Planung und Vorbereitung für sie vertrautes Terrain. Aber Klettern oder auch Wandern? Das bringt eine ganze Reihe neuer Dinge mit sich, die man berücksichtigen muss: unvorhersehbares Wetter, lange Nächte mit wenig Schlaf, Kleidung, die in der Kälte steif oder ungemütlich wird, Handschuhe, die jede Aufgabe verlangsamen, und die einfache Tatsache, dass der Körper sich anders verhält, wenn man ihn stundenlang fordert.

In diesem Winter reiste sie nach Ecuador, um zwei der bekanntesten Vulkane des Landes zu besteigen: Cotopaxi und Chimborazo. Zum ersten Mal nahm sie Kaleido mit in die Berge.

Vorbereitungen für Ecuador: Listen, Kleidung und das „Für alle Fälle”-Set

Genau wie Heleen aus unserem früheren Blogpost „Travelling with Type 1 Diabetes: Heleen Discovers the World!“ ihre Urlaubslisten hat, hat Paulina ihre Expeditionslisten – Listen, die mit jeder Reise ein wenig länger werden.

Vor der Abreise stellt sie zwei separate Diabetes-Kits zusammen: eines, das sie mit in die Berge nimmt, und eines, das sicher in der Unterkunft unten bleibt.

Ihr Berg-Kit enthielt:

  • reichlich Insulin, aufgeteilt in verschiedene Beutel
  • Kühlakkus zum Schutz der Vorräte
  • ein Glukagon-Kit
  • Insulinpens und ein Blutzuckermessgerät
  • zwei Kaleido-Pumpen
  • zusätzliche Infusionssets und Kartuschen
  • Dexcom-Sensoren und Ersatzteile
  • schnelle Kohlenhydrate: Gummibärchen und Energie-Kaugummis
  • aufgeklebte Etiketten, damit ihre Begleiter wissen, wo sich alles befindet

„Die Temperatur und der Zugang sind am wichtigsten“, erklärt sie. „Meine Begleiter wissen immer genau, wo sich meine Vorräte befinden, insbesondere die Dinge, die ich schnell brauche.“

Haftungsausschluss: Dieses Set basiert auf den Erfahrungen von Paulina und ihrem medizinischen Fachpersonal. Bitte besprechen Sie mit Ihrem medizinischen Fachpersonal, was für Sie am besten geeignet ist. 
Besteigung des Cotopaxi: Mit Kaleido den Rhythmus lernen

Der Cotopaxi war das erste Ziel der Reise. Nach der Wanderung zur Schutzhütte ruhte sich das Team einige Stunden aus, bevor es mitten in der Nacht mit der Besteigung begann – ein klassischer Zeitpunkt für Bergsteiger.

Dies war ihre erste große Besteigung mit Kaleido und ihrem Loop-System.

„Anfangs war der Loop wahrscheinlich genauso verwirrt wie ich“, lacht sie. „Aber nach ein oder zwei Tagen wurde ich immer vertrauter damit, wie mein Loop während langer Aufsteige reagiert.“

Nächte in den Bergen können den Blutzuckerspiegel in alle Richtungen schwanken lassen. Das Loop passte sich nach und nach an, half ihr dabei, die Glukosewerte unter anpruchsvollen Bedinungen zu managen, und gab ihr die Freiheit, sich auf den Aufstieg zu konzentrieren.

Die Pausen auf dem Cotopaxi waren kurz, gerade lang genug, um etwas Schokolade oder Gummibärchen zu essen, sich anzuziehen und weiterzugehen. Der Modus „Körperliche Aktivität“, erhöhte den Zielschwellenwert und gab ihr Hinweise, die im Rahmen der vorgesehenen Funktionalität liegen, sodass sie ihre Energiezufuhr gut im Blick behalten konnte.

Als der Himmel heller wurde, erreichten sie und ihr Bergführer den Gipfel des Cotopaxi. „Es fühlte sich unwirklich an. Völlig surreal und es hat sich gelohnt.

Chimborazo: Die größte Herausforderung

Nach einer kurzen Pause war es Zeit für den Chimborazo: den Aufstieg, den sie als die größte Herausforderung erwartete. Und das war er auch.

Der Aufstieg war lang, sie hatte kaum geschlafen und ihr Körper war bereits von den Tagen zuvor erschöpft. Sie begann den Aufstieg erschöpft und unsicher.

Von da an ging es nur noch um Entschlossenheit. Schritt für Schritt, geleitet von ihrer Stirnlampe und der Stimme ihres Führers, arbeitete sie sich den letzten Abschnitt hinauf.

Und dann … der Gipfel. Ein Moment des Stolzes, der Erleichterung und überwältigender Emotionen.

„Es war das Schwierigste, was ich je gemacht habe. Aber auch einer der besten Tage meines Lebens.“


Warum sie ihre Geschichte erzählt

Die Leute sagen Paulina oft, dass sie beeindruckt sind, dass sie mit Typ‑1‑Diabetes Berge besteigt. Sie schätzt die Unterstützung, aber darum geht es ihr nicht.

„Ich brauche kein Lob wegen meiner Diabetes“, sagt sie. „Ich möchte nur, dass die Leute wissen, dass es möglich ist. Ja, es erfordert Vorbereitung. Ja, es sind zusätzliche Schritte notwendig. Aber man kann trotzdem die Dinge tun, die man liebt.“

Ihre nächsten Besteigungen hat sie bereits im Kopf. Aber Ecuador, Cotopaxi und Chimborazo werden immer etwas Besonderes bleiben: der Ort, an dem sie gelernt hat, dass sie ihre Grenzen überschreiten, auf ihre Vorbereitung vertrauen und sich auf Kaleido verlassen kann, um die komplizierten Teile ein wenig einfacher zu machen.


Über Paulina

Paulina lebt in Amsterdam und hat erst vor wenigen Jahren das Bergsteigen für sich entdeckt. Jetzt verbringt sie die meiste Zeit mit Training, Planung und Klettern, immer auf der Suche nach der nächsten Aussicht, der nächsten Herausforderung und dem nächsten Gipfel. Sie hofft, dass ihre Erfahrungen mehr Menschen mit Typ-1-Diabetes ermutigen, die Natur zu erkunden und sich selbst zu vertrauen, um den ersten Schritt zu wagen.

Dieser Blog basiert auf Paulinas persönlichen Erfahrungen und kann nicht als medizinischer Rat angesehen werden. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt
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